Mikrowellenmessverfahren

Feuchtemessung mit dem Mikrowellenverfahren.

Die Vorteile durch ein Mikrowellenmessverfahren

Das Mikrowellen-Messverfahren hat sich in der Bautechnik als eine äußerst effektive Methode zur Feuchteindikation etabliert, die eine Vielzahl von Vorteilen bietet. Ein Hauptmerkmal ist die Möglichkeit, Feuchte zerstörungsfrei zu messen, was besonders bei historischen und denkmalgeschützten Gebäuden von großer Bedeutung ist. Im Gegensatz zu oberflächlichen Messverfahren ermöglicht die Mikrowellentechnik Tiefenmessungen von bis zu 30 cm oder sogar 70 cm, abhängig von Gerät und Sonde. Dabei wird die Feuchte im gesamten durchstrahlten Volumen des Bauteils erfasst, nicht nur an der Oberfläche. Die hohe Genauigkeit und Empfindlichkeit des Verfahrens, mit erreichbaren Genauigkeiten von bis zu 0,1% und einer entsprechenden Reproduzierbarkeit, machen es zu einem präzisen Werkzeug. Die Schnelligkeit der Messung und die Echtzeitfähigkeit sind besonders vorteilhaft für dynamische Prozesse und großflächige Untersuchungen. Moderne Geräte können zudem Feuchteverteilungen bildhaft darstellen, was die Analyse und Lokalisierung von Problemen erheblich erleichtert. Da das Verfahren berührungslos arbeiten kann, ist es unabhängig von Oberflächeneigenschaften und wird kaum von Umweltfaktoren wie Staub oder Wasserdampf beeinflusst. Bei bestimmten Frequenzen ist sogar eine salzunabhängige Messung möglich, was besonders bei der Untersuchung von Altbauten vorteilhaft ist. Die Vielseitigkeit des Verfahrens zeigt sich in seiner Eignung für verschiedene Baustoffe und Anwendungen, von Wänden bis hin zu Schüttgütern. Zusammenfassend bietet das Mikrowellen-Messverfahren in der Bautechnik eine präzise, schnelle und zerstörungsfreie Methode zur Feuchteindikation, die sowohl für oberflächliche als auch für tiefgehende Untersuchungen geeignet ist und sich damit als wertvolles Werkzeug für Bauexperten bei der Diagnose von Feuchteproblemen und der Planung von Sanierungsmaßnahmen erweist.

 

Wie ist der Ablauf?

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Schritt 1

Kostenloses telefonisches Erstgespräch, Erstellung eines unverbindlichen Angebots

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Schritt 2

Ortstermin zur Begutachtung der Immobilie

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Schritt 3

Messtechnische Untersuchung und Dokumentation

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Schritt 4

Auswertung und Gutachtenerstellung

Gut zu wissen

Die Mikrowellen-Feuchtemessverfahren sind dielektrische Verfahren, welche auf den herausragenden dielektrischen Eigenschaften des Wassers beruhen. Wassermoleküle besitzen einen Dipol-Charakter, da die Ladungsschwerpunkte von Wasserstoff- und Sauerstoffionen innerhalb des Moleküls örtlich nicht gleich angeordnet sind. Aus diesem Grund richtet sich das polarisierbare Wassermolekül in einem elektrischen Feld aus. Wird nun ein elektromagnetisches Wechselfeld angelegt, rotieren die Wassermoleküle entsprechend. Bei sehr hohen Frequenzen folgen durch die unterschiedlichen Dielektrizitätskonstanten zwischen Wasser und Feststoff nur noch die Wassermoleküle dem elektromagnetischen Wechselfeld. So wird der Anteil des Wassers im Feststoff delektiert und schlussendlich gemäß der materialspezifischen Kalibrierung Feuchtewerte produziert.

 

Michael Schwannauer im Einsatz
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